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Bei der Langzeit-Blutdruckmessung wird ähnlich wie beim Langzeit-EKG der Blutdruck fortlaufend über viele Stunden (meist 20-24 Stunden) gemessen. Man weiß heute, dass die Blutdruckwerte sehr stark schwanken und plötzliche Anstiege vor allem in den Nachtstunden für den Patienten bedrohlich sein können. Solche Daten lassen sich nur durch eine Langzeitmessung erheben. Auch zur Therapieüberprüfung ist diese Untersuchung wichtig. Es wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt und die Einzelwerte werden in einem Recorder gespeichert. Ähnlich dem Langzeit-EKG wird das Gerät dem Patienten in der Praxis angelegt und am nächsten Tag wieder abgenommen, dies dauert jeweils nur wenige Minuten.
Im Herzecho (Herzultraschall, UKG) lassen sich mittels Ultraschallwellen Herzstrukturen (z. B. Herzmuskel, Herzklappen) sichtbar machen. Es können dadurch Erkrankungen des Herzens (Klappenfehler, Muskelerkrankungen, Narben) dargestellt und darüber hinaus auch das Ausmaß von Funktionsstörungen des Herzens erfasst werden. Die Untersuchung ist meist gekoppelt mit einer Doppler- und Farbdopplersuntersuchung des Herzens. Hier werden nach dem sogenannten Dopplerprinzip durch Senden und Empfangen von Ultraschallwellen Strömungsgeschwindigkeiten und Strömungsrichtung des Blutflusses bestimmt. Daraus können wichtige Funktionsdaten des Herzens erfasst werden. Die Untersuchung bedarf keiner speziellen Vorbereitung und dauert je nach Fragestellung 10-25 Minuten.
Beim Belastungsultraschall (Stressecho) wird während eines Belastungs-EKGs auf den einzelnen Leistungsstufen ein Herzecho angefertigt. Damit können belastungsbedingte Störungen des Herzens, in erster Linie Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, noch sicherer als mit dem Belastungs-EKG erkannt werden. Dies ist vor allen Dingen notwendig, wenn das Belastungs-EKG keine schlüssigen Befunde erbrachte. Die Untersuchung erfolgt auf einem Spezialfahrrad in halbliegender Position. Sie ist etwas zeitaufwendiger als ein Belastungs-EKG und dauert etwa 20 – 30 Minuten. Für diese Untersuchung muss ein eigener Termin vereinbart werden.
Durch die Transösophageale Echokardiographie (TEE, Schluckultraschall) werden Bereiche des Herzens dargestellt, die in der Tiefe des Brustkorbs liegen und durch das normale Herzecho oft nur unzureichend erfasst werden können. Es lassen sich damit Störungen bzw. Erkrankungen im Bereich der Herzvorhöfe (z. B. Thromben) oder der Herzklappen sehr genau untersuchen. Vor allem nach plötzlich auftretenden Durchblutungsstörungen oder zur Beurteilung entzündlicher Klappenveränderungen ist diese Untersuchung sehr wichtig. Nach einer Betäubung des Rachenraums durch ein Spray wird ähnlich wie bei einer Magenspiegelung eine kleinfingerdicke, elastische Sonde über den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Der Ultraschallkopf befindet sich dann ganz nah dem Herzen und es lassen sich die gewünschten Strukturen sehr exakt darstellen. Die Untersuchung muss nüchtern erfolgen (6 Stunden vorher nichts essen, trinken oder rauchen) und wird nach spezieller Terminvereinbarung meist in den frühen Vormittagsstunden durchgeführt. Der Zeitaufwand beträgt etwa 15-20 Minuten. Nach der Untersuchung darf für die Dauer der Betäubung des Rachens (bis zu zwei Stunden) nicht getrunken oder gegessen werden.
Die Röntgenuntersuchung des Thorax bildet Herz, Lunge und umgebendes Gewebe ab. Es lassen sich dadurch neben Veränderungen der Herzform vor allen Dingen Lungenveränderungen, wie z. B. ein Wasserstau untersuchen und darstellen. Der Zeitaufwand dieser Untersuchung beträgt nur wenige Minuten.
Die Herzkatheteruntersuchung erfolgt, wenn eine Verengung der Herzkranzgefäße vermutet wird oder eine Pumpschwäche des Herzmuskels ungeklärter Ursache bzw. ein Herzklappenfehler vorliegen. Manchmal ist eine Kontrolluntersuchung nach Herzoperation bzw. Kranzgefäßaufdehnung erforderlich. Die Untersuchung erfolgt meist von der Leistenschlagader aus. Von hier wird nach örtlicher Betäubung ein dünnes Schläuchlein, der sog. Katheter, durch die Hauptschlagader zum Herz hochgeführt und die Kranzadern mit Hilfe von Kontrastmittel unter Röntgendurchleuchtung sichtbar gemacht. Wenn bei der Untersuchung eine Engstelle der Kranzgefäße bestätigt wird, kann oftmals im gleichen Eingriff eine Ballondehnung erfolgen. Falls erforderlich, wird eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt, die im Körper verbleibt und die Engstelle offen halten soll. Die Untersuchung ist relativ aufwändig; zur Vorbereitung sind aktuelle Blutwerte (u.a. Blutbild, Gerinnung, Nieren- und Schilddrüsenwerte, Blutsalze) nötig. Sie sollten keine Infektion haben, auch keinen lokalen Infekt (z.B. Hautpilz) in der Leiste. Die Untersuchung erfolgt nicht in der Praxis sondern in der Klinik, meist während eines kurzen stationären Aufenthalts, manchmal ist (auch abhängig vom Ergebnis) eine ambulante Untersuchung möglich. Prof. Spes führt die Herzkatheteruntersuchung im Klinikum München-Neuperlach selbst durch; der Eingriff kann, falls Sie das wünschen, auch durch Kollegen des Klinikums Rosenheim oder andernorts erfolgen. Bitte beachten Sie, dass eine Blutverdünnung mit Marcumar vor der Untersuchung ausgesetzt werden muss. Auch Zuckermedikamente mit dem Wirkstoff „Metformin“ müssen Sie zwei Tage vor der Untersuchung pausieren. ASS („Aspirin“) und/oder Clopidogrel („Plavix“, „Iscover“) sollten Sie aber weiter wie gewohnt einnehmen.
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